DAS wurde in der Gastro noch NIE versucht (#24)

Shownotes

In dieser Folge geht es um Betriebstypen. Um die Frage, was passiert, wenn ein Ort morgens Café ist, mittags Restaurant und abends Bar. Im Oktober eröffnet in Essen das erste Southville, die deutsche Marke der britischen Gruppe Loungers mit über 250 Häusern in Großbritannien.

Torsten ordnet ein, warum dieser Betriebstyp in Deutschland fehlt. Es geht um Gäste, die einen Laden nach dem ersten Besuch einsortieren, und um Hans im Glück als Beispiel dafür, wie schwer diese Schublade wieder aufgeht. Dazu kommt Zusje aus den Niederlanden, wo Tapas in Runden bestellt werden und der Tisch nie voll steht.

Davor geht es nach Wien. Dort steht eine Menschentraube vor einem Café, das zehn Euro für einen Matcha nimmt und dafür einen kleinen Teddybären an den Becher hängt. Torsten erzählt, wie der Laden die Warteschlange bewusst nach draußen verlegt, und erinnert sich an die eigenen Studentenpartys in Kiel, bei denen absichtlich langsam kassiert wurde, damit vor der Tür eine Schlange steht.

Dazwischen die Lage der Branche. 15.000 Gastgewerbebetriebe haben 2025 geschlossen, 15 Prozent mehr als im Vorjahr, und das ohne Insolvenzverfahren. Es geht um die Professionalisierung der Branche, um die Kassenpflicht, um die Debatte zur Wochenhöchstarbeitszeit, um die geplante Streichung der Mitarbeiterrabatte und um die Frage, warum die politische Lobby der Gastronomie so schwach ist.

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