Wie man den Absturz von ÜBER 7.000 Restaurants verhindert (#23)
Shownotes
In dieser Folge geht es um Wendy's. Um eine Kette mit über 7000 Restaurants, die sechs Quartale hintereinander Umsatz verloren hat, und um den Plan, mit dem der neue CEO das drehen will.
Torsten geht die fünf Punkte der Reihe nach durch. Zuerst das Menü, also Zutaten, Produkte, Kategorien und eine komplett neue Preisstruktur. Danach Marke und Marketing, weg von kurzfristigen Aktionen wie der gefloppten Minions Kooperation. Dann operative Exzellenz, danach das digitale Erlebnis. Wachstum kommt erst an fünfter Stelle, und auch dann zuerst über bestehende Flächen. Die Reihenfolge ist der eigentliche Punkt, und sie lässt sich auf jeden Betrieb in Deutschland übertragen, dem gerade Gäste wegbrechen.
Danach geht es um Kostenmanagement. Ein billigeres Patty senkt keine Kosten, es verschiebt die Positionierung. Echte Einsparung heißt weniger Ressourcenverbrauch bei gleichem Ergebnis, also weniger Waste, seltenere Anlieferungen, weniger Energie.
Im dritten Teil übertragen wir die Denkweise der Hotellerie auf das Restaurant. Hoteliers steuern über Auslastung und Rate und wissen genau, was ein Zimmer am Abend bringen soll. In der Gastronomie stellt kaum jemand dieselbe Frage für einen Tisch. Torsten rechnet beide Wege durch, einmal 22 Tische zweimal belegt, einmal 20 Tische mit 70 Euro pro Gast.
Zum Schluss neue Zahlen aus Großbritannien. Der Gesamtmarkt wächst um rund 1 Prozent, die Markenrestaurants um 3 Prozent, das Fine Dining um 4,1 Prozent, und die individuell geführten Häuser verlieren. Daraus folgt eine sehr einfache Frage an den eigenen Betrieb: wofür genau setzt sich ein Gast 20 Minuten ins Auto.
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